Die Geschichte der Pfadfinder

Lord Robert Baden-PowellLord Robert Baden-Powell wurde am 22. Februar 1857 geboren.

Er lebte lange Jahre als britischer Offizier in Indien, und starb am 8. Januar 1941 in Kenia.

Im Jahre 1907 gründete er die Pfadfinderbewegung mit dem Ziel, Kindern und Jugendlichen mehr Selbstständigkeit zu vermitteln und sie zu Treue gegenüber Gott, ihren Eltern und ihrem Vaterland zu ermuntern.

In seinem Buch „Scouting for Boys“ und vielen anderen Büchern erklärt Baden-Powell, was er sich unter der Pfadfinderbewegung vorstellt.

Der Grund für die mangelnde Selbstständigkeit der Kinder und Jugendlichen zu Anfang des 20. Jahrhunderts war, dass die Jugendlichen selbst kaum bzw. gar keine Verantwortung übernahmen. Immer entschieden Andere für die Jugendlichen, man nahm ihnen so viel wie möglich Verantwortung ab.

Problematisch wurde es, wenn diese Kinder erwachsen wurden und plötzlich sehr viel Verantwortung zu tragen hatten. Sie hatten dann oft Probleme, mit der auf ihnen lastenden Verantwortung zurecht zukommen.

Baden-Powell’s Idee war es nun, die Jugendlichen in Truppen zusammenzuschließen, wo sie selbst Verantwortung übernahmen. Das Leben mit und in der Natur, das Baden-Powell schon in Indien kennen gelernt hatte, erwies sich als besonders geeignet, die Jugendlichen zu mehr Selbstständigkeit zu erziehen.

Die Truppen sind in Patrouillen unterteilt. Kommt ein Jugendlicher in die Truppe hinein, wird er einer Patrouille zugeteilt. Der Jugendliche übernimmt anfangs die Verantwortung für sich selbst und einen kleinen Teil der Verantwortung für seine Patrouille und für seine Truppe. Zu seiner Unterstützung sind noch der Staff, sowie Patrouillenführer und Unterpatrouillenführer da. Aber auch die anderen Pfadfinder der Truppe werden ihm gerne behilflich sein. Mit der Zeit übernimmt der Pfadfinder dann mehr und mehr Verantwortung in seiner Patrouille und der Truppe, wird am Ende vielleicht Patrouillen- oder Unterpatrouillenführer. So lernt er, Verantwortung für sich und andere zu tragen.

In der Patrouille hat er außerdem gelernt, zu sehen, wo er anpacken kann. Er ist gewohnt selbst Hand anzulegen, da zu helfen, wo er kann.

Damit der Jugendliche seine Selbstständigkeit in den Dienst einer guten Sache stellt, wird er zur Treue gegenüber Gott, seinen Eltern und seinem Vaterland ermuntert.